Die Lust an der Angst

Unsere Welt ist zugegeben arg unübersichtlich geworden. Nichts ist mehr fix, alles im Fluss. Es gibt keine Wahrheiten mehr – eher viel zu viele davon. Das Wissen explodiert, kein Mensch kann da mehr mithalten. Gefühlt wird man jeden Tag dümmer. Der Gang der Dinge scheint unaufhaltsam, die Illusion, mit seiner Wahlstimme die Weltläufe ein wenig beeinflussen zu können, ist längst dahin. Es gibt keine Wahrheiten mehr – eher viel zu viele davon. Und wer an dieser Stelle einwirft: „Fake news!“, der ist der größten medialen Blendgranate zum Opfer gefallen. (Anstrengend, aber lohnend zu lesen (engl.): „The Deep Truth about Fake News“.

Shouting screaming person with open mouth

All das zusammen produziert das irritierende Gefühl, in einer Art Treibsand geraten zu sein – und in ihm allmählich unterzugehen. Kontrollverlust allenthalben. Stabile Gemüter retten sich mit medialen Enthaltsamkeitskuren: No news, no Social Media.. Denn egal was passiert, die Welt dreht sich weiter. Vorausgesetzt wir kümmern uns aktiv darum, dass wir Teil davon sein dürfen.

Im Treibsand der News gefangen

Trotzdem bleibt immer ein unangenehmes, tief im Innersten nagendes Gefühl, letztlich nur ein kleiner, unbedeutender Wicht zu sein. Man ist viel zu oft nur Zuschauer (oder Voyeur) im eigenen Leben, das an einem vorbei läuft, ohne Kenntnis von einem zu nehmen. Dieses innere Gefühl von Leere und Hohlheit ist nur ganz schwer zu ertragen. Von vielen gar nicht. Denn es setzt eine sehr seltene Mischung aus Demut und Selbstbewusstsein voraus.

Wem solche Talente nicht gegeben sind, hat nur zwei Alternativen: die resignative Wurstigkeit und ein Leben in der schalen Spaßgesellschaft. Oder eine hyperaktive, depressive Hysterie. Diese Menschen steigern ihr Unbehagen über Modernitätsdefizite und Kontrollverlust in Ängste und Aggression. Für sie steht der Untergang Deutschlands und des gesamten Abendlandes kurz bevor. Sie verabschieden sich aus der realen Welt und lassen sich in einer gefühlt schlimmen Parallelrealität verschlingen. Sie werden zur Gartenzwergversion von Darth Vader.

Die Hysterie der Angst

Aus ihrer angstgesteuerten Situation heraus verlieren diese Menschen jedes Maß und jede Scheu. Sie schlagen wie wild argumentativ um sich – manchmal auch nicht nur argumentativ. Sie ziehen die Legitimation ihrer aggressiven Argumentation und Handlungen aus der Größe ihrer Aufgabe. Schließlich müssen sie – zusammen mit Gleichgesinnten – die Welt retten. Wahlweise vor Flüchtlingsströmen, den Muslimen, dem IS, dem Niedergang der deutschen Heimat, der Leitkultur – oder auch des Finanzsystems. Und ihre Wut und ihr Hass richten sich gegen die, die ihrer Meinung nach dafür verantwortlich sind, dass die Welt aus den Fugen geraten ist: Gutmenschen, Linke, Journalisten, Merkel – you name it.

In einem ebenso zurückgenommenen wie dabei eindrucksvollen Artikel im Spiegel hat Christian Stöcker die Hassmails von Lesern in seinem Artikel „Sehnsucht nach dem Grauen“ analysiert. Er beschreibt die in sich konsistente verzerrte Wirklichkeit solcher Menschen, die sich darin so sicher fühlen, dass sie Gewaltphantasien gegen die Familie des Autors sogar mit vollem Namen samt akademischem Grad zeichnen.

Sucht nach Gräuel

Die Quintessenz der Analyse von Christian Stocker erklärt sehr treffend die dunkle Energie solcher Menschen, die den rechten Rand unserer Gesellschaft derzeit scheinbar so zahlreich werden lässt. Die Wirklichkeit dieser Menschen ist durch ihre Filterblase und ihren selbstreferenziellen Medienkonsum völlig verzerrt. (Christian Buggisch hat den rechten Filterbubble, den er authentisch recherchiert hat, in einem sehr guten Vortrag beschrieben und analysiert.)

Die Kluft zwischen dieser Welt und der real existierenden führt aber eigentlich zu einer schmerzhaften kognitiven Dissonanz. Die wird allerdings mit aller Macht kaschiert. Daher die Aggression gegen Lügenpresse, gegen die Propaganda von Gutmenschen. Sie alle sind schuld an der kognitiven Dissonanz. Was nicht sein kann, darf dann auch nicht sein. Und parallel dazu werden alle Informationen, die das eigene, düstere Weltbild bestätigen, hysterisch überhöht. Und es entsteht eine wahre Sucht nach schlimmen Nachrichten und Gräueltaten, die ihre Weltsicht bestätigen.

Apokalypse als Heilmittel

Christian Stöcker: „Konsonante Information wird aufgewertet, und so ist jede Straftat und jeder Terrorakt den Untergangspropheten in Wahrheit hochwillkommen. So sehnen sich Menschen wie der Mailschreiber augenscheinlich danach, dass ihre entsetzlichen Ängste endlich Wahrheit werden. Nur, damit dieses unangenehme Gefühl im Kopf endlich aufhört.“

Irgendwie so muss es sich unter dem schwarzen Plastikhelm von Darth Vader auch anfühlen. Als Heilmittel hilft nur die Apokalypse. Darunter machen wir es in Deutschland nicht…

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Wut auf Social Media

17. Juni 2012


Das digitale Babyboomer-Syndrom

Wenn Menschen meiner Generation (50 +) Social Media ablehnen, ist das – bei ein bisschen gutem Willen – nachvollziehbar. Da addieren sich etliche Ursachen auf:

  • Ungeübtheit in Computerdingen
  • Unverständnis der digitalen Welt
  • Kompetenzdefizite gegenüber der jungen Generation – ja oft gegenüber den eigenen Kindern
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Lineares Denken
  • Hierarchiehöriges Unwohlsein gegenüber Netzwerken
  • Lern-Unlust
  • Komplettverplanung von individuell verfügbarer Zeit
  • etc.

Und ja, es gibt ja auch einige ernst zu nehmende Argumente. Die mediale und wirtschaftliche Übermacht von digitalen Giganten wie Facebook, Google, Apple oder der liebste Altfeind Microsoft. (Amazon wird da gerne vergessen…) Man muss bedenken, dass wir hier von einer Generation sprechen, die gegen Monopolisten, gegen einen Schnüffelstaat, gegen Repressalien – also Unfreiheiten – politisch und gesellschaftlich gekämpft hat. Der eine mehr, der andere weniger. Aber dieser Kampf ist so etwas wie der Erfolgs-Mythos dieser Generation, der Babyboomer.

Hass auf Facebook

Das alles macht eine Ablehnung von Social Media und speziell Facebook in Teilen erklärbar. Aber ich bin immer wieder erschrocken darüber, welch Intensität die Ablehnung annehmen kann, sie reicht bis hin zu glühendem Hass. (Das alles natürlich sorgsam als Vorsicht und/oder politische Sorgsamkeit inszeniert.)

Aber die Heftigkeit der Emotionen und die Wucht der Ablehnung machen dann doch nachdenklich. Da muss viel Angst mit im Spiel sein, anders ist solch Emotionalität nicht erklärbar. Wenn man hier aber ganz vorsichtig nachfragt, kommen als Erklärungen entweder wilde Modernitäts-Mythen oder ein schnippisches und den anderen für blöd verkaufenden „Ich weiß schließlich, wie gefährlich das ist!“. Was für Gefahren da sein mögen, bleibt dann undefiniert – das macht es so schön brisant geheimnisvoll.

Babyboomer für Babyboomer

Wirklich kurios sind die Mythen, die man als Erklärung für die Ablehnung jeder aktiven Teilnahme an Facebook & Co. zu hören bekommt: Fotos etwa könnten missbraucht werden, um dann per Photoshop („Da geht ja heute alles!“) in Pornos auf nackte Körper montiert zu werden. Und dann wird man damit erpresst – oder so… Gerne wird auch auf das Risiko verwiesen, durch private Informationen für Staat und Wirtschaft zum gläsernen Opfer von Willkürmaßnahmen von Finanzamt und Werbeindustrie zu werden. Und natürlich treibt die Sorge um, dass Kontoinformationen, Kreditkartennummern etc. ausspioniert werden.

Die zur Betroffenheitsindustrie verkommenen Medien, die mit Ängsten und Furcht so ungerührt ihr Geschäft macht, hat in dieser Generation ganze Arbeit geleistet. Sie berichten genau das, was diese hören bzw. lesen will. Kein Wunder, schließlich herrscht hier meist Generationssolidarität: Babyboomer schreiben für Babyboomer. Da weiß man, was ankommt.

Machtverlust durch Globalisierung

Aber auch das erklärt nicht wirklich den Hass auf Facebook, Google + (Streetview!), auf Twitter, Foursquare (ganz schlimm!) oder Instagram, also auf die ganze „Bagage“! Da muss es eine grundlegendere, eine existentiellere Ursache geben. Jenseits von Unsicherheit, Angst, ideologischer Vorbehalte – oder auch Neid auf die Optionen jüngerer Generationen.

Eine interessante Spur, die emotionale Social Media-Aversion zu verstehen, habe ich bei Zygmunt Baumann, in seinem erst 2007 geschriebenen Werk „Liquid Times“ gefunden. Der einst in Großbritannien (seiner Wahlheimat) und Warschau (seiner Heimat) lehrende Soziologe hat in seinem seltsam dystopischen Alterswerk sehr gut die Politik der Angst beschrieben, mit der die Politiker weltweit den Machtverlust wettzumachen versuchen, den ihnen die Globalisierung und die Machtverschiebungen durch das Internet zugunsten von Bürgern und Konsumenten gebracht haben.

Negative Globalisierung

Baumann geißelt diesen Trick der Politik, über das Schüren von Ängsten ihre Macht zu bewahren. – Welchen Beweis oder wenigstens Hauch von Evidenz gibt es etwa zu der Geschichte der Unterhosen-Bomben aus dem Jemen außer Verlautbarungen von Politik und Geheimdiensten? Und was ist mit den regelmäßigen wiederkehrenden Warnungen vor anstehenden terroristischen Anschlägen, die dann nicht geschehen? Ein Szenario von wahrlich Orwellscher Dimension.

Aber zugleich bedauert Baumann den Machtverlust der Politik und die Tatsache, dass sie ihr originäres Versprechen, für Gerechtigkeit, Ordnung und Struktur und somit für Sicherheit und Friede zu sorgen, nicht halten kann. Stattdessen tun die Politiker alles, damit ihre Bürger die Globalisierung als negativ empfinden müssen: sie deregulieren, sie bauen Bürger- und Freiheitsrechte ab, sie schwächen die Sicherheitsoptionen der Bürger.

Das Scheitern des Lebensprojektes

Vor allem aber diffamieren sie die Globalisierung zum Buhmann unserer modernen Gesellschaften, indem sie sie als Inbegriff des Fremden inszenieren. Sie tun das in der Personifizierung des Bösen und der Bedrohung unserer Sicherheit als afghanischer/orientalischer Terrorist und als Bedrohung unseres Wohlstands als illegaler Einwanderer aus den Armutsregionen dieser Welt.

Die Babyboomer erleben diesen Machtverlust der Politik und ihr programmatisches Scheitern oft auch als Scheitern ihres Weltbildes und ihres Lebensprojektes. Sie glaubten einst, durch eine (meist linke) Politik die Welt besser und gerechter machen zu können. Aber das Gegenteil ist passiert. Die von ihnen oft mühsam und langwierig durchgesetzten Freiheitsrechte werden im Handstreich kassiert. Ein Terroranschlag oder eine kleine Finanzkrise genügen.

Internet als Inbegriff negativer Globalisierung

Und wer ist schuld daran? Die Globalisierung! Und was ist das markanteste Symbol der Globalisierung? Das allumfassende, in jeder Beziehung keine Grenzen kennende Internet. Und wer repräsentiert dieses böse, negative Internet am signifikantesten? Die Datenkrake von Google natürlich. Aber besser noch die erfolgreichste Website aller Zeiten, die noch dazu das informelle Selbstbestimmungsrecht – aus Sicht der Babyboomer, die das einst erkämpft haben – so gnadenlos gründlich missinterpretiert: Facebook. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass deren Gründer so jung – und mindestens im Fall von Mark Zuckerberg – unbedarft und politisch völlig unbeleckt sind.

Die Vision der Babyboomer eines gerechten Staatssystems, das den Bürgern Sicherheit gibt, ist gescheitert. An ihre Stelle ist ein globales, inkonsistentes, undurchsichtiges Patchwork getreten, in dem kaum ein Minimalkonsens an Rechtsstaatlichkeit, an Bürger- und Freiheitsrechten und Schutz der Privatsphäre zu realisieren ist. Stattdessen schürt es in seiner Monstrosität und Unübersichtlichkeit alle möglichen diffusen Ängste. Es ist so die perfekte Projektionsfläche aller Ängste, allen Unmuts. Und an so etwas soll man sich mit 50 + Jahren (oder mehr) gewöhnen, mit so etwas soll man sich positiv arrangieren?

Die Banausen der Zukunft

Flexibilität heißt das Zauberwort, das von Netzapologeten, Digital-Apologeten, aber auch von Politikern eingefordert wird. Dazu noch einmal Zygmunt Baumann in „Liquid Times“: „Flexibilität ist das einzige Heilmittel, das von der Politik angeboten wird. Dabei wird doch damit nur noch mehr Unsicherheit propagiert, noch mehr Privatisierung aller Unzumutbarkeiten, noch mehr Ohnmacht und Einsamkeit.“

Ich gebe zu, auch ich habe Flexibilität immer viel zu schnell als Lösungsansatz zur Hand. Für mich klingt das stets positiv. Befürchten aber Menschen, mit Veränderungen Wichtiges zu verlieren – Wohlstand, Sicherheit, Privilegien, Lebenslügen –, kann die Idee von Flexibilität sehr kontraproduktiv wirken. Dann entwickelt sie eine „Bedrohlichkeit“. Und das scheint veritable negative Emotion bis hin zum Hass wecken zu können…

Schade. Denn Veränderungen nehmen nicht nur, sie geben auch. Vor allem öffnen sie Freiräume. Schade, wenn einem diese Sichtweise und die Freude darüber (im Alter) abhandengekommen ist. Veränderung ist immer auch Risiko. Gott sei Dank ist das so. Ohne Risiko gäbe es uns und unser Leben nicht, denn es ist das Treibmittel (Triebmittel?) der Evolution… Alvin Toffler, Schriftsteller und Futurologe, hat die Konsequenz daraus in seinem Aufsatz „Rethinking the Future“ (1998) so formuliert: „Die Banausen (Illiterates) des 21. Jahrhunderts sind nicht die, die nicht lesen können, sondern die, die nicht lernen, entlernen und wieder neu lernen können.“ – Oder die es nicht wollen…

Emotionen in Bits & Bytes 1

24. Februar 2010


Lachen & weinen im Internet

Ich habe eine kleine, unerwartete körperliche Sensation erlebt. Am Bildschirm. Ich bin beim Lesen einer Email rot geworden. Im Gesicht. Nicht rot vor Wut. Nicht rot aus Scham. Na ja, der schöne Mix aus Scham und Stolz war es. Ich habe solch eine anrührende und für mich schöne Mail-Replik gelesen, dass mir doch tatsächlich ganz warm im Gesicht geworden ist. Es war das erste Mal, dass ich vor dem Bildschirm rot angelaufen bin.

Damit habe ich so ziemlich die komplette Palette menschlicher Emotionen am Bildschirm erlebt. Mir sind schon Tränen in die Augen geschossen. Damals in den Foren, in denen es nach dem 11. September darum ging, irgendwie den Schock dieses monströsen Anschlages zu verarbeiten. Da gab es wirklich anrührende Textbeiträge. Oder ein andermal ging es um Folter und Verfolgung in Dafur. Die Geschichten waren so eindringlich und authentisch, dass man sich seiner Tränen dafür nicht schämen musste.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das erste Mal vor dem Bildschirm laut gelacht habe. Das war zum Beispiel bei dem ernsten jungen Mann, der durch das Zusammendrücken seiner Hände Prust-Geräusche  entlang der kompletten Tonleiter produzieren konnte und auf diese Weise die so komplexe „Bohemian Rhapsody“ von Queen – na, nennen wir es mal so: intonierte. Und das miesepetrige, traurige Gesicht des Künstlers dazu. Absurdistan lässt grüßen…

Lachen am Bildschirm ist nicht leicht. Am leichtesten fällt lauthalses Gelächter im Kino, im Chor mit vielen anderen Lachenden. Und wenn dann noch ein Mensch mit ansteckender Lache dabei ist, ist das Zwerchfell schwer gefährdet. (Wann entdeckt die Pharma-Industrie eigentlich diesen Ansteckungsherd? Vielleicht kann man auch dagegen – oder dafür? – eine Spritze entwickeln und per Krankenkassen finanzieren lassen. Schweine-Lache sozusagen…)

Lachen vor dem Bildschirm

Am heimischen Bildschirm laut heraus zu lachen, fällt schon schwerer. Da muss der Gag massiv oder besonders absurd kommen. (Das gelingt Harald Schmidt schon lange nicht mehr richtig!) Oder man hat neben sich einen Menschen sitzen, der einen Hang zum therapeutischen Lachen hat und einfach jede Gelegenheit zur Zwerchfellmassage nutzt. Auch das ist wunderbar ansteckend. Die ganz hohe Schule des monomanischen Lachens ist aber der PC-Bildschirm. Wer einen dort zum prustenden Lachen bringt, der muss schon sehr gut sein.

Ach ja, Wut und Zorn habe ich wohl am häufigsten und frühesten am Bildschirm erlebt. All die bösen Emails, die zu unüberlegt geschickt wurden, die besser einen Tag abhängen hätten sollen, bevor sie – wenn überhaupt – in emotionsärmerer Version auf den Weg geschickt wurden. Wie viel Adrenalin ist dabei unnötig freigesetzt worden!

Adrenalin per (Wut-)Email

Die kurioseste Episode zum Thema Wut-Email stammt aus meiner Zeit, als ich viel für englische Firmen gearbeitet habe. Nach einem zweitägigen Marathon-Meeting habe ich versucht, die mühsam erzielten Übereinkünfte per Email-Protokoll festzuhalten. Der Effekt: eine der wütendsten Email-Repliken, an die ich mich erinnern kann. Tenor der Philippika: du willst doch nur in ein paar Wochen anhand der Email abhaken, was nicht umgesetzt worden ist. – Genau das war die Absicht. Und genau das hat den Wutausbruch initiiert. Man konnte sich so mal nicht mehr auf das sonst übliche „misunderstanding“ hinausreden. (Das nur zur Krise der britischen Wirtschaft.)

Emotionen im Internet. Ein Stiefkind, wenn es um die Bewertung von Websites geht. Dabei ist das die wesentliche Frage, wie gut Digitale Medien so weit kommen werden, Emotionen zu transportieren und/oder Emotionen zu wecken. Clickraten, Unique User und Conversions in Ehren. Jetzt geht es darum, dass Digitale Medien reif genug werden, auch emotionale Werte zu transportieren und so auch bei Markenbildung und Markenpositionierung zu funktionieren. Das geht sicher mit einer gelungenen Einbindung von Videos und Animationen. Vor allem aber mit einem effektvollen Storytelling quer über sämtliche Digitalen Plattformen und Formate hinweg.

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