Wir Flichtlinge

7. September 2015


Von West nach Ost

Meine Familie ist ziemlich migrationserfahren. Im 17. Jahrhundert ging es für uns von Holland nach Pommern. Da gab es viele Feuchtgebiete trocken zu legen. Und das konnten wir Holländer damals besonders gut. Dort in Pommern holten wir uns auch unseren Namen: Konitzer. Die Stadt Konitz, mitten in Pommern, wurde später m Kaiserreich eine beliebte Sommerfrische für gestresste Berliner.

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Vater und Sohn in Reihenhaus-Idylle

Von dort ging es mit den Konitzers rund 100 Kilometer weiter nach Osten nach Neuenburg an der Weichsel. Eine Region, die häufig ihre Herrscher gewechselt hatte. Dort konnte man Integration üben, sprachlich und kulturell, ohne erst den Wohnsitz wechseln zu müssen. Mein Vater hatte positive Erinnerungen an diesen Kulturmix aus deutsch, polnisch und kaschubisch. Sein Leben lang liebte er es, beim Rasieren lauthals die polnische Nationalhymne zu singen. Natürlich auf polnisch.

Von Ost nach West

1920 musste unsere Familie dann aber wieder migrieren. Zwangsweise. Neuenburg lag damals auf der falschen Uferseite der Weichsel und war in den Reparationsverhandlungen nach dem 1. Weltkrieg Polen zugeschrieben worden und heißt seitdem Nowe. Für die Familie Konitzer ging es zurück nach Westen, nach Herne, mitten in den Ruhrpott. Mein Vater, Bruno Konitzer, war da gerade mal 16 Jahre alt.

Integration im Ruhrgebiet? Nur marginal, auf keinen Fall hörbar (Dialekt). Eine Zeit lang spielte mein Vater bei Westfalia Herne Fußball. Er blieb Fan des Vereins bis zum Lebensende. Aber schon bald zog es ihn wieder nach Osten, nach Berlin. Dort arbeitete er beim Deutschen Patentamt und erlebte die spannenden Zeiten Ende der frühen 30er-Jahre und die schlimmen der späteren 30er-Jahre.

Die Metropole lockt

Seine Frau freite Bruno Konitzer im tiefsten Schlesien. Eine Attraktion für die junge Braut Ursula war erklärtermaßen die Aussicht, die Provinz verlassen zu können und ins geliebte Berlin umzusiedeln. Leider nur für kurze Zeit. Dann kamen die Bomben, die Flucht heim nach Schlesien und von dort die Vertreibung. Es ging via Österreich ins dörfliche Hessen nach Kirtorf. Dort vereinigte sich die im Krieg zersplitterte Familie wieder.

Von dort ging es nach einem Abstecher ins westfälische Arnsberg nach München. Hier kam ich auf die Welt. Ich wuchs mit all den Erzählungen auf von Flucht, Todesangst und mieser Behandlung (in Tschechien und Österreich) und natürlich Verlust von Hab und Gut, von Schmuck und Erinnerungsstücken. Es wurde von Heimat erzählt, die weit weg – und nicht zu erreichen war.

Das Vielvölker-Projekt

So war ich damals ein Kind, das nicht so recht wusste, wo es hingehörte. Papa und Mama sprachen hochdeutsch, Oma schlesisch. „Wir Flichtlinge“ fingen viele Erzählungen von ihr an. Das Schlesische kennt kein „ü“, das „ü“ wird dort halbiert und „i“ gesprochen. (Und das „r“ verknödelt sich im Rachenraum zu einem gutturalen Urlaut.) So konservativ mein Vater politisch war, mit Vertriebenenverbänden und ihren Treffen wollte er nie etwas zu tun haben. Meine Mutter sowieso nicht.

Meine Integration nach Bayern fand dann in der Münchner Vorstadt, in Berg am Laim, statt. Eine neu erbaute Reihenhaussiedlung der katholischen Kirche war eine einzige große Integrationsmaßnahme. Unsere direkten Nachbarn waren „Einheimische“, also gebürtige Berg am Laimer, und dazu kamen Ostpreußen, Münchner, Sudetendeutsche, Oberschlesier, Regensburger, Banater Schwaben… – ach ja, aus der Pfalz und Sachsen kamen auch welche.

Christliche Mildherzigkeit

Der große Integrator in diesem Vielvölkergemisch war natürlich der christliche Glaube. So sehr man auch vom Nachbarn und seinen Eigenarten genervt war, man durfte es nicht zeigen, sondern hatte christliche Milde walten zu lassen. Aber Augen rollen durfte man, wenn der Hausputz-Perfektionismus der Nachbarin nervte. Oder anders herum, der schlampig gepflegte Garten missfiel. Meine Mutter lernte sogar zu ertragen, dass unser niederbayerischer Nachbar in seinem Garten ein Schrottlager eröffnete und seine Lokomotivführer-Pension mit seinem Schrotthandel aufbesserte.

Das war gelebte Toleranz. Immer öfter fanden dann immer längere Gespräche über den Zaun statt. Und frisch Gebackenes wurde am Sonntag hinüber- und herüber gereicht. So lernten die Bayern die Vorzüge schlesischer Backkunst kennen und wir typisch bayerische Backwaren. Wenn nur leiser Duft frisch gebackener Krapfen meiner Mutter den Weg ins Nachbarhaus fand, stand unweigerlich Minuten später unser Nachbar Paul in der Tür und flötete mit unwiderstehlichstem bayerischen Charme: „Mutter Ursula, was rieche ich da?“ – Es waren für den Zweck sowieso etliche Krapfen mehr gebacken worden.

Integration auf vier Rädern

Paul und seine liebe Frau Lotte und ihre beiden Söhne waren sowieso die aktivsten Integratoren. Sie kümmerten sich vor allem um meine Wenigkeit. Von ihnen lernte ich mein Bayrisch. Vor allem aber lernte ich bayerisches Land, Leute und Kultur kennen. Paul reiste als Seminarleiter – und Tenor – viel im bayerischen Land umher. Und wenn es passte, lugte sein Kopf kurz durch die Tür mit der Aufforderung: „Kommst mit, Michael?“ Und schon ging’s quer durchs bayerische Oberland.

So lernte ich schöne Kirchen kennen – und noch besser: wunderschöne Kirchenmusik in schönen Kirchen. Oder ich wurde zu Pauls Schwester, der Göde, mitgenommen. Dann verbrachte ich einige Tage in Halfing auf dem Land oder in Erl, ein paar Meter über die Grenze in Österreich. Da hörte ich im Passionsspielhaus das erste Mal die Wiener Sängerknaben. Ein Epiphanie-Erlebnis. Und ich lernte dort am Bauernhof auch Plumpsklos auszuhalten. Ich das Ete-petete-Kind meiner reinlichkeitsbesessenen Mutter.

Kultur mit Messer und Gabel

Mit Onkel Paul, wie er bald hieß – später wurde er auch mein Firmpate – lernte ich aber die viel wichtigere Kultur kennen: die bayerische Ess-Kultur, genauer gesagt, die Schmaus-Kultur. Ich erinnere mich noch immer an den kurzen Abstecher von Erl nach Innsbruck. Da gab es eines der Lieblingsgasthäuser von Onkel Paul. Und sein Lieblingsgericht dort war das so genannte „Appetit-Brot“. Meine Erinnerung malt mir dazu einen riesigen Berg an Leckereien auf einem riesigen Teller: Allerlei Wurst, Käse, Schmalz und dazu Radieserl, Radi, Gurkerl, Tomaten und… und… und. Und richtig, ganz drunten, nicht zu sehen, lagen wirklich zwei Scheiben Brot.

Ich lernte nicht nur solche kuriosen Spezialitäten, vor allem lernte ich das Genießen auf bayerische Art. Genießen auf schlesische Art kannte ich ja. Meine Mutter kochte und buk einfach zu gut. Über die Kombination von beidem bin ich bis heute froh. Und alle Menschen, die von mir bekocht werden.

Das Rezept für Integration auf der Langstrecke

Warum mir das alles gerade jetzt einfällt – und warum ich es gerade jetzt schreibe? Der Anlass war noch nie so naheliegend, wo wieder Tausende Flüchtlinge ins Land kommen. Wie schon so oft in Deutschland. Und immer haben wir Zuwanderung gut gemeistert. Zuletzt in den 90er-Jahren aus Ost-Deutschland. Und immer haben wir davon profitiert.

Ich habe das Erfolgsrezept gelungener Integration ja selbst erlebt. Ein Rezept, das auch auf der Langstrecke funktioniert: Ein Mix aus Toleranz und Milde gepaart mit einem klaren Standpunkt und klarem Wertekanon, ob nun christlich oder abendländisch. Dazu eine echte Begeisterung für die eigene Kultur, die dann authentisch weitergegeben werden kann. Dazu eine Neugier auf fremde Kultur. Kultur im weiten Sinn: von Musik, Theater, Literatur bis hin zu Festen, Kulinarik und Gebräuchen. Die schönsten Weihnachtsfeste waren die, die ich mit Griechen, Italienern und sonstwie Fremden gefeiert haben. Dieses Jahr mit Syrern?

 

 

 

Das Talent der Integration

16. Dezember 2014


Fremd ist der Einheimische auch in seiner Heimat

Fremd ist der Fremde in der Fremde. Stimmt nicht immer. Manchmal können sich Einheimische ganz schön fremd in ihrer Heimat fühlen. In unserer Familie ist das ein bestimmendes Merkmal. Mein Vater war 14, als er seine Heimat Westpreußen verlassen musste. Die Konitzers lebten damals am falschen Ufer der Weichsel. Die wurde nach dem Ersten Weltkrieg den Polen zugesprochen. Und darum hieß es Abschied nehmen – und ein neues Leben in Herne, Westfalen, zu beginnen.

1,5 Millionen wurden 1918 allein aus Westpreußen vertrieben

1,5 Millionen Menschen wurden 1918 allein aus Westpreußen vertrieben

Mein Vater hat darüber nur wenig erzählt. An das laute Krachen der Eisschollen der im Winter zugefrorenen Weichsel erinnerte er sich. Und auch von seiner neuen Heimat erzählte er wenig. Aber es sagt einiges, dass er den vom Vater ausgesuchten Beruf des Bergbau-Ingenieurs nicht verfolgte, sondern lieber eine Verwaltungsschule besuchte. Sein Ziel war es, Beamter zu werden, vorzugsweise in Berlin. Im Patentamt dort.

Der Saupreiß auf der Wiesn

Die nächste Vertreibung folgte dann nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Familie meiner Mutter musste aus Schlesien fliehen. Über St. Veit in Österreich nach Kirtorf in Hessen, weiter nach Arnsberg in Westfalen und dann endlich nach München. Hier durfte ich dann durchaus erleben, wie fremd sich man sich als „Flüchtlingskind“ in Bayern fühlen konnte. Den Spruch „wir haben Euch nicht eingeladen“ habe ich schon zu hören bekommen. Auf der Wiesn wollte ein Betrunkener meinen Vater verprügeln, weil er „ein Saupreiß“ war und nicht hierher gehört. Die Umsitzenden schritten ein. Ihr bestechendes Argument war ich: „Gib a Ruah. Schau der Bua red doch Bayrisch!“

Es gibt nur wenig Länder, die so oft Flüchtlingsströme und mit ihnen fremde Kulturen integrieren mussten, wie Deutschland. Unsere Lage in der Mitte Europas und unsere kriegerische Vergangenheit waren oft genug Grund dafür. Und wir sind nicht schlecht damit gefahren. Unser föderales System, das die Unterschiedlichkeit unserer Stämme und ihrer Kulturen bewahren soll, hat sich bewährt. Andere Länder mit brennenden inneren Integrationsproblemen beneiden uns darum.

Know how- und Work how-Transfer

Das geballte technologische Wissen eines Mittelstandes, das uns bis heute zum Exportweltmeister macht, hat auch seine Ursache in der Integration von unterschiedlichsten Einwanderern. Von den Hugenotten bis zu den Banater Schwaben haben wir so Fachwissen und Fachkräfte ins Land bekommen. Und wie oft haben wir Fremdarbeiter integriert. Nicht erst in den 50er-Jahren. Polen haben wir schon längst vorher als Bergarbeiter ins Ruhrgebiet geholt. Teilweise sind sie dann – wie Stan Libuda – auch Fußballheroen geworden.

Fragt sich, wie die Integration dieser vielen Generationen von Menschen mit mangelnden deutschen Sprachkenntnissen, mit fremden Religionen und völlig anderen Kulturen immer wieder gelungen ist. Und zwar von Massen von „Fremden“. Sicher gab es da auch Repression. So waren die Zeiten einst. Aber das ist auch einfach durch offenes Miteinander, durch Annäherung via Kennen- und Verstehen-Lernen passiert. Voraussetzung dafür war aber eine Bereitschaft zur Offenheit und eine Neugier auf Fremdes (jenseits von Touristik).

Preußisch-bayerische Freundschaft

Ich habe die Integration ja optimal selbst erlebt. Warum konnte ich so gut Bayerisch, dass ich meinen Vater quasi retten konnte? Das haben mir die Nachbarsbuben beigebracht. Denn unsere Nachbarn in der Reihenhaussiedlung in Berg am Laim waren nicht nur waschechte Bayern, nein sogar Münchner – ganz genau sogar Berg am Laimer. Aus einem respektvollen Nebeneinander ist da ganz schnell ein Miteinander und dann eine tiefe Freundschaft geworden, die bis heute anhält.

Wir, die Preußen, haben gelernt, wie locker Bayern sind, wie gastfreundlich und hilfsbereit. Die Bayern haben gelernt, wie heftig und nachhaltig schlesische Gastfreundschaft sein kann und wie heiter und gelassen (West-)Preußen mit Ruhrgebietserfahrung sein können. Das Ende vom Lied: Bayern musste zugestehen, dass Schlesier die besseren Krapfen backen können. Und mein Vater war dann lange Jahre Vorsitzender des Bezirksausschusses in Berg am Laim. Ich wiederum hatte einen Münchner als Firmpaten und später eine Münchnerin als Frau. (Nun gut, das hat sich dann einmal geändert: Aber dafür bin ich jetzt voll in Berlin integriert.)

Deutschland, das Zuwanderungsland

Wir sind heute wieder Zuwanderungsland. Kaum  ein anderes Land in Europa nimmt so viele Flüchtlinge auf wie wir. Und das ist gut so. Wir haben einst die Schah-Flüchtlinge aus dem Iran und zuletzt die Kriegsopfer aus dem Kosovo und den anderen Krisenregionen des Balkan aufgenommen und integriert. Entsprechend müssen wir heute den Opfern des Syrien-Krieges zur Seite stehen. Aber stolz darauf kann man nicht sein.

Es ist traurig zu sehen, dass wir so wenig Zuversicht haben, Menschen, Können und Kulturen zu integrieren. Oder anders formuliert, dass wir nicht an unser Talent, integrieren zu können, glauben und die Bereitschaft, es aktiv zu tun, vermissen lassen. Solche „Initiativen“ wie die Montagsdemonstrationen (ausgerechnet!) der Pegida sind zu traurig, um daran Wut zu verschwenden. Die Absichten der Initiatoren sind durchsichtig, traurig macht die Tausendschaft der Mitläufer. Selbst wenn man den Faktor Staats- und Politik-Verdrossenheit als mildernde Tatsache einrechnet, ist solch verblendete Bürgeraktivität deprimierend.

Politisches Versagen

Natürlich ist das auch ein drastischer Fall von Politikversagen. Zu viele Politiker spielen hier aktiv mit dem Feuer. Wer wie die Rechtsausleger argumentiert, wie die CSU samt Seehofer Horst, der vernichtet beim fremdenskeptischen Klientel unseres Landes auch den letzten Rest an Permissivität. Der macht es den Rattenfängern so leicht, eine dann nicht mehr schweigende Masse im üblen Sinne zu aktivieren. Da reichen schon 1 bis 3 Prozent friedliche Muslime um erfolgreich Islamistenangst zu  schüren. Absurd.

Aber nur um Nuancen weniger schuldhaft ist die Klientel an Politikern, die sich in nichtssagende Floskeln zur Integration flüchtet. Es ist verständlich, dass Politiker an ihrer Wiederwahl interessiert sind. Aber deshalb dürfen sie trotzdem nicht so heillos vor dem wichtigsten Thema der nächsten Jahre flüchten wie Angela Merkel & Co.. Zuwanderung, Kriegsvertriebene, Armutsflüchtlinge etc., das sind die Themen der Zukunft.

Fakten zur Krisen-Zukunft

Die Fakten, die unsere nahe (!) Zukunft bestimmen werden, sind bekannt, werden aber notorisch stillgeschwiegen. Wir werden bald 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten sein – auf dem Weg zu 10, 12 oder gar 15 Milliarden. Und das alles in unserer Lebensspanne. Die Verteilkämpfe um Lebensmittel und vor allem um Trinkwasser sind absehbar, ja erwartbar. Das gleiche gilt für Land, Wohnraum und Energie, für Rohstoffe und Edelmetalle. Die Situation wird durch den Klimawandel noch verschlimmert: steigenden Meere, veränderte Klimazonen, Versteppung etc. Das alles wird zu einer Völkerwanderung nie gekannten Ausmaßes führen. Dagegen hilft nicht Gewalt, helfen nicht Gesetze. Da hilft nur Hilfe vor Ort und Integrations-Knowhow.

Diese Probleme müssen die heute regierenden Politiker dann nicht mehr verantworten. Vielleicht deswegen deren Wurschtigkeit. Aber sie verantworten die Sinneslage der Menschen heute. Da ist es mit ein paar Sonntagspredigten und mit Leerhülsen aus dem Betroffenheits-Duden nicht getan. Da muss Tacheles geredet werden. (Herr Gauck, Ihr Einsatz!?) Da muss Mut gemacht werden. Da müssen die Ängste und Bedenken ernst genommen werden. Und dann muss Mut gemacht werden. Denn klar, eine Integration gibt es nicht ohne Konflikte und Krisen. Aber ohne sie kommt es zu Krisen und Konflikten in einer Intensität, wie sie keiner von uns erleben will. Denn dann werden auch wir wieder ganz schnell Fremde in einer Fremde.

 Kleiner Nachtrag

Diesen Sommer war der 18-jährige Sohn unserer Nachbarn in Italien, Valerio, zehn Wochen zu Besuch in München. Am Anfang war er von der Fremde und der Größe der Stadt wie paralysiert. Aber sein Deutschkurs und sein Ferienjob (Eisverkäufer, was sonst), haben ihn schnell in München heimisch fühlen lassen. Er wird wiederkommen.

Ich habe ihn gefragt, was ihn hier am meisten beeindruckt hat? Seine Antwort kam spontan: die Freundlichkeit der Menschen. Alle wären immer nett gewesen, hätten gelächelt und sich gefreut. Für mich ein ungewohnter Blick auf uns Deutsche. Aber wir haben wohl tatsächlich Talent, Fremdes und Fremde zu mögen. Bei Italienern fällt es uns leicht. Jetzt müssen wir halt noch lernen, zu fremden Fremden freundlich zu sein.

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